Mit einem Sieg gegen die Gäste aus der ehemaligen Kreisstadt wollte der SC den Abstand nach unten weiter vergrößern. Das dieses Vorhaben nicht leicht werden würde, wussten sowohl Trainer als auch die Spieler selbst und auf welchen Spieler ein besonderes Augenmerk gelegt werden musste war auch klar: Omar El-Zein. Der technisch herausragende Offensivspieler erzielte im Laufe der Partie drei Tore und war an fast jedem Angriff der Gäste beteiligt. Auf der anderen Seite erzielte Serhat Akdas beide Tore für den SCH.


Dostluk übernahm sofort das Kommando und drücke die Heimelf in die eigene Hälfte. Folgerichtig fiel nach einem schönen Diagonalball das 0:1. El-Zein verarbeitete die Hereingabe perfekt, ließ Florian Möller im Tor keine Chance und der Ball prallte vom Innenpfosten in die Maschen (7.). Der SC konnte sich erst nach einer Viertelstunde aus der Umklammerung lösen und lief direkt in einen Konter. El-Zein setzte den startenden Cebecioglu ein, der von halblinks am Außenpfosten scheiterte (17.).
Der im Mittelfeld aufgebotene Akdas leitete mit einem langen Ball auf die rechte Seite den ersten richtigen Angriff der Heimelf ein. Stefan Gebauer setzte sich gegen den starken Hayri Calgam durch und brauchte das Leder nach innen., wo Marvin Strauß den Ball gefährlich Richtung Tor bugsierte. Im letzten Moment spitzelte Keeper Schönberger den Ball mit dem Fuß von der Linie und anschließend zur Ecke (21.). Akdas zog den Eckball direkt aufs Tor und unter Mithilfe von Schönberger landete der Ball im Netz (22.).
Die Freude über den Ausgleich währte aber nicht lange, denn bereits im Gegenzug sorgte wieder El-Zein für die erneute Gästeführung, nachdem er einen gechippten Ball über die letzte Kette über den herausstürzenden Möller lupfte (23.). Die Antwort der Heimelf ließ nicht lange auf sich warten. Kapitän Thomas Henkel schickte Gebauer am rechten Flügel, dessen Hereingabe Schönberger vor die Füße von Akdas klärte. Der SC-Torjäger fackelte nicht lange und schoss trocken aus 18 Metern zum Ausgleich ins untere linke Eck (24.).
Die wilde Fahrt ging weiter, weil beide Seiten die Defensive vernachlässigten. El-Zein vernaschte an der Grundlinie mehrere Verteidiger, brachte den Ball nach innen zu Soner Tuerkmek, der das Spielgerät aus spitzem Winkel zum 2:3 verwertete (28.).
Dostluk drängte weiter nach vorn, doch die nächste Möglichkeit hatten die Hausherren. Benny Geisler fing einen Pass ins Mittelfeld ab und nach einem Doppelpass mit Strauß bot sich für den Linksfuß die Chance zum Ausgleich, doch Schönberger war auf dem Posten (33.). Mit dem Halbzeitpfiff schnürte El-Zein seinen persönlichen Dreierpack und stellte somit auf 2:4.
In der zweiten Hälfte nahmen beide Mannschaften etwas den Dampf raus. Die Gäste verwalteten geschickt und überließen HarzTor mehr Spielanteile, ohne aber ernsthaft in Gefahr zu geraten. Erst nach etwas mehr als einer Stunde wurde es mal wieder gefährlich, als es nach einem Foul an Geisler einen Freistoß nahe des Strafraums gab. Der Schuss von Innenverteidiger Vincent Rudolph wurde von der Mauer gefährlich gegen die Laufrichtung von Schöneberger abgefälscht, aber der Keeper war rechtzeitig und mit starker Parade zurück (62.). Ähnlich stark parierte der Schlussmann einen ebenfalls abgefälschten Schuss von Akdas aus der zweiten Reihe und bügelte somit seine unglückliche Aktion beim 1:1 mehrfach wieder aus (68.). Mit diesen Aktionen schien der Kampfgeist des SC gebrochen zu sein und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Der eingewechselte Jan Schunke sorgte per Doppelschlag innerhalb von vier Minuten für klare Verhältnisse. Erst verwertete der Stürmer eine harte Hereingabe aus Nahdistanz per Kopf (72.) und wenige Augenblicke später schob er locker zum 2:6 Endstand in die Maschen.
Ein verdienter Sieg für die Gäste und hängende Köpfe bei der Schuller-Elf. Diese herbe Niederlage gilt es nun schnell abzuschütteln, denn im Kampf um den Klassenerhalt helfen nur Punkte. Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es am Sonntag beim Tabellennachbarn der SC Pferdeberg Gerblingerode. Anpfiff ist um 14:30 Uhr in Tiftlingerode.
Für den SC spielten. Möller - Giesecke, Panagiotudis, Rudolph, Heitmüller - Henkel (76. Koch), Akdas - Geisler (78. Friedrich), N. Luthin (59. D. Kajevic), Gebauer - Strauß