Die zweite Niederlage in Folge kassierte die Erste des SCH auf der schwer zu bespielenden Augenquelle gegen GW Hagenberg. Dabei reichte den Gästen in einer ereignisarmen Partie ein Elfmeter und eine handvoll Chancen, um gegen die Schwarz-roten drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, denn trotz deutlich verbesserter Personallage gelang es der Heimelf nicht an die Leistungen der Vorwochen anzuknüpfen.
Hagenberg erwischte einen Blitzstart. Bereits in der sechsten Spielminute zeigte Schiedsrichter Oppermann auf den Punkt - strittig, denn der Ball war zum Zeitpunkt des angeblichen Fouls bereits im Toraus. Viktor Gerliz war es egal und er vollendete zum 0:1.

HarzTor reagierte wütend und der nach Sperre zurückgekehrte Serhat Akdas hätte fast für den postwendenden Ausgleich gesorgt. Über Stefan Gebauer am linken Flügel gelangte der Ball zu Akdas, der sich in zentraler Position den Ball zurecht legte und wuchtig an die Unterkante der Latte nagelte. Von dort Sprang der Ball vor die Linie und Stürmer Marvin Strauß konnte den Abpraller per Kopf nur über das Tor köpfen (7.). Gebauer versuchte es wenig später mit einem Solo. Nachdem er mehrere Gegner umdribbelte ging sein Linksschuss deutlich über den Kasten (11.). Anschließend verflachte die Partie, erst nach gut einer halben Stunde hatte Niclas Luthin die Riesenchance zum Ausgleich. Nach guter Kombination über Gebauer und Akdas tauchte Luthin frei vor Keeper Franke auf, verzog aber völlig und semmelte das Leder in den Fangzaun (27.). Dann musste Rückkehrer Akdas wegen einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Kapitän Thomas Henkel kam für den bisher treffsichersten SCH-Akteur.
Die Gäste zeigten sich auch nochmal. Einen gut gespielten Angriff konnte Möller zunächst entschärfen und konnte sich dann auf Kosta Panagiotudis verlassen, der den Abpraller zur Ecke klärte, welche nichts einbrachte (35.). Zum oft zitierten psychologisch günstigen Zeitpunkt stellte Hagenberg auf 0:2. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau überspielten die Gäste blitzschnell das Mittelfeld. Vom rechten Flügel wurde der Ball in die Mitte geschlagen, wo Jacki Weiss den Ball per Seitfallzieher in die Maschen jagte (43.).
Nach der Halbzeit versuchte der SC gegen die tief stehenden Gäste zurück ins Spiel zu kommen, blieb nach vorne aber ohne Durchschlagskraft. Einzig Sommerfeld verfehlte nach Vorlage von Strauß knapp (56.). Der Schuller-Elf konnte man den Einsatz und den Willen nicht absprechen, vor allem der laufstarke Alexander Heitmüller trieb das Spiel immer wieder an. Der SC spielte, spielte und spielte ohne zwingende Chancen zu erspielen auch weil die Gäste hinten massiert standen und sich auf gelegentlich Konter verlegten. Ohne Highlights plätscherte das Spiel dahin. Einzig der eingewechselte Alexander Lampe konnte Franke mit einem Schuss aus dem Gewühl heraus nochmal prüfen, fand aber im Keeper seinen Meister.
Bezeichnend dafür, dass der Ball einfach nicht ins Tor wollte, war die Nachspielzeit. Der ebenfalls eingewechselte Geisler brachte den Ball nochmal in die Gefahrenzone und dort durfte sich jeder Mal versuchen, doch sämtliche Versuche wurden abgeblockt.
Die Partie endete somit 0:2 und die Schuller-Elf rutscht nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen in der Tabelle auf Rang sieben ab. Nun gilt es den Blick nach vorne zu richten, denn mit Höherberg und Ellershausen warten zwei Schwergewichte auf die Mannschaft.
Für den SC spielten: Möller - Heitmüller, Panagiotudis (72. Lampe), Rudolph, Wiegand - Sommerfeld, Dierks - Gebauer, Akdas (31. Henkel), Luthin (63. Geisler) - Strauß
Bank: Bernhardt

sc harztor vs gw hagenberg