Zum 17. Mal leitete am vergangenen Freitag Matthias Körner der 1. Vorsitzender des SC HarzTor e.V. die Jahreshauptversammlung ein.
Seinem Bericht voraus ging die Begrüßung aller Anwesenden und hier besonders Frank Bode, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg.
Es folgte das Gedenken der verstorbenen Mitglieder.
Dem Bericht war der Dank an alle Übungsleiter, Trainer, Betreuer und Vorstandskollegen für die geleistete, verlässliche Arbeit im vergangenen Jahr zu entnehmen.
Das Vereinsleben war im Jahr 2017 ereignisreich gewesen.

Neben der Sanierung des Sportlatzes in der Bauke, Ferienpassaktion für rund 30 Kinder, Helferteam beim Muschinsky Sommerfest stellen, stand das Problem der Entsorgung des Grünabfalls durch die Bevölkerung beim Osterfeuer, was die Durchführung des nächsten Osterfeuers in Frage stellt. Es wird überlegt, das Material fürs Feuer von der Bevölkerung nicht mehr anzunehmen um die Verschmutzung des Grundstücks durch Fremdkörper zu vermeiden. „Wir werden das Ganze zum nächsten Mal überdenken und ernsthaft überlegen, ob wir uns die ganze Arbeit überhaupt noch machen“, sagte Körner. „Schade um die alte Tradition, die wir und die Barbiser Feuerwehr seit Jahrzehnten am Leben halten.“
Außerdem war die Hannover 96 Fußballschule auf dem Orderfeld zu Gast gewesen. Über 50 Kinder nahmen daran teil. Das Jahr 2017 war auch was Spenden betrifft ein gutes Jahr gewesen. Beim Harzer Hexentrail haben zwei Mannschaften den Verein als Spendenempfänger ausgewählt. Auch die Anschaffung von Teambekleidung wurde von vielen Spendern unterstützt.
Der Sportplatz Augenquelle muss nach dem Verwüsten durch Wildschweine, dringend im Frühjahr hergerichtet werden. Als Eigentümer hat sich die Stadt bis heute leider nicht zielführend geäußert. Der Schaden, der von den Leuten vom Bauhof begutachtet wurde, müsse von einer Fachfirma behoben werden. Die Kosten von 30-50 Tausend Euro sind vom Verein auf keinen Fall tragbar. Es werden Spenden für die Sanierung des Platzes benötigt.
Im Jahr 2017 musste der Verein mit hohen Ausgaben rechnen.
„Die hohen Ausgaben in 2017 hatten wir, weil die Einzelvereine einen Investitionsstau aufgebaut hatten und wichtige Anschaffungen, in ersten Linie für die Sportplätze, nicht getätigt wurden. Deshalb musste das Equipment auf den Plätzen in einen Zustand versetzt werden, dass es den Platzwarten ermöglicht, die Qualität, die wir von den Plätzen erwarten, auch zu erreichen. Hier sind wir noch lange nicht auf dem Niveau, was wir anstreben. Die wenigen Freiwilligen, die sich um die Plätze kümmern sollen wenigstens vernünftiges Arbeitsgerät erhalten. Hier ein ganz großes Lob an Jens Becker, Alfred Nessau, Harald Liebau, Fredy Willig und Helmut Asche, die sich um die jeweiligen Plätze kümmern. Helfer sind hier immer gern gesehen und auch dringend nötig.
Um diese Ausgaben tragen zu können, sind wir auf Spenden/Zuwendungen angewiesen und müssen auch durch eigene Veranstaltungen oder durch Werbeeinnahmen Gelder generieren. Hier werden wir das Werbekonzept komplett überarbeiten und unseren Partnern neue und erweiterte Möglichkeiten anbieten, ihre Firmen entsprechend zu präsentieren“, sagte Körner.
Auf die Frage, ob die Fusion 2016 sich gelohnt hat, gab er eine ausführliche Antwort:
„Bei der Fusion kann man nicht vom "Lohnen" sprechen. Die Fusion war und ist nach Meinung des Vorstandes die einzige Möglichkeit den Mitgliedern aller drei Altvereine auch mittel- und langfristig zu ermöglichen ihren Sport bei uns im Verein zu betreiben. Hätten wir die Fusion nicht gemacht, da sind wir uns einig, wäre ein Verein nach dem Anderen zu Grunde gegangen. Die Fusion war und ist der richtige Weg gewesen. Ein "weiter so" oder "wir machen das wie immer" konnte und kann es nicht mehr geben. Wir alle, Vorstand und Mitglieder müssen uns an die neuen Gegebenheiten anpassen. Der Verein, wie es ihn früher einmal gab, den gibt es nicht mehr. Gerade die jüngeren Mitglieder haben ganz andere Anforderungen an uns als Verein. Und dem müssen wir gerecht werden um als Verein zu überleben.“
Weitere Themen waren der Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden/Fußball, Klaus Henkel und stellvertretenden Vorsitzenden/Breitensport, Harald Liebau, der leider nicht anwesend sein konnte. Der Bericht wurde von Körner übernommen.
Bei den Wahlen wurden Klaus Henkel als stellvertretender Vorsitzender/Fußball und Heidi Fricke als Schatzmeisterin in ihrem Amt bestätigt. Manuela Rusteberg wurde für die nächsten drei Jahre zur Kassenprüferin gewählt.
Ulrich Bode, sportlicher Leiter Fußball Jugend und Björn Firneisen, sportlicher Leiter Fußball Herren wurden mit großem Dank nach langjährigem Engagement verabschiedet.
Eine Ausweitung des Sportangebotes im Breitensport steht auf dem Plan für 2018. Wichtigstes Thema ist und bleibt die Suche nach Freiwilligen, die sich als Verantwortliche im Vorstand, Trainer, Betreuer und Übungsleiter zur Verfügung stellen. Gelingt uns das nicht, können wir einzelne Angebote bald nicht mehr darstellen, schon gar nicht erweitern. Das wir mit diesem Problem als Verein nicht allein sind, hilft uns hier auch nicht weiter. Es muss uns gelingen.
Das Fußballcamp für die Kinder ist ebenso für 2018 geplant. Körner bedankte sich zum Ende bei den Anwesenden und lud zu einem Imbiss und ein paar Kaltgetränken, die von Marco Schülbe von der Radeberger Gruppe gespendet wurden, ein. Man muss froh sein, dass noch so viele zu den Versammlungen kommen. Leider sagt man es den Falschen, wenn man bemängelt, dass das Engagement der einzelnen Mitglieder nachlässt, die Anwesenden haben noch das Interesse am Verein.

v.l. Matthias Körner, Björn Firneisen, Ulrich Bode, Klaus Henkel